
01.02.2026
Für uns bei Viva con Agua ist klar: Alles startet mit Wasser. Ohne Wasser und Sanitärversorgung können wir globale Themen wie Gleichberechtigung, Sicherheit und Menstruationshygiene nicht nachhaltig verändern. Wenn der Zugang zu einer sicheren Wasserquelle oder einer privaten Toilette fehlt, geht es um ganz konkrete Auswirkungen im Alltag. Weltweit sind in 7 von 10 Haushalten ohne fließendes Wasser Frauen oder Mädchen für das Wasserholen verantwortlich.
Lasst uns gemeinsam verändern, was heute Alltag ist, und mit positivem Aktivismus diese Themen angehen. Geschlechtsspezifische Gewalt (Gender Based Violence, GBV) und Periodenstigma entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind tief in gesellschaftlichen Systemen und fehlender Infrastruktur verankert. Ein entscheidender Faktor, der die Risiken für Frauen und Mädchen deutlich verstärkt und ihre Würde im Alltag einschränkt, ist der fehlende Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH)
Wenn Wasserholen den Alltag bestimmt
Für Millionen von Frauen und Mädchen weltweit ist das Wasserholen ein täglicher Weg mit echten Hürden. Es bedeutet, weite Strecken zurücklegen zu müssen – häufig allein, in der Dunkelheit oder in den frühen Morgenstunden. Der Weg selbst ist verbunden mit Risiken für Belästigungen und Übergriffe.
Diese Realität führt zu Entscheidungen, die niemand treffen sollte: Zeit, die für das Wasserholen aufgewendet wird, fehlt für Bildung oder die Gemeinschaft. Bildung oder Wasser – eine Wahl, die niemand treffen sollte. Genau hier setzt ALL IN FOR WATER an, denn sauberes Wasser vor Ort bedeutet Schutz und Zeit für Bildung.
Unsichere Toiletten und die Frage der Period Dignity
Ähnliche Situationen entstehen dort, wo sichere und private Sanitäranlagen fehlen. Gemeinschaftstoiletten, die schlecht beleuchtet, nicht abschließbar oder weit entfernt sind, werden zu unsicheren Orten. Ohne einen geschützten Raum für die persönliche Hygiene sind Frauen und Mädchen oft gezwungen, ihre Bedürfnisse bis zur Dunkelheit aufzuschieben.
Besonders während der Menstruation wird das Fehlen sauberer, sicherer und privater Toiletten zu einer Situation, die den Alltag weiter einschränkt. Es schränkt Würde und Teilhabe ein und erschwert den Zugang zu Schule und öffentlichem Leben. Period Dignity – also der würdevolle Umgang mit der Menstruation – braucht zwingend sauberes Wasser und sichere Toiletten.
Mit Freude und Kreativität gegen das Periodenstigma
Bei Viva con Agua machen wir Themen sichtbar, laut und gemeinsam erlebbar! Mit den universellen Sprachen Kunst, Musik und Sport (unserer UL4C-Logik) stoßen wir ehrliche Gespräche über Menstruation, Würde und den Zugang zu WASH an.
Wir schaffen inspirierende Orte, Plattformen und Möglichkeiten für gemeinschaftliches Engagement, um Perspektiven zu verändern und Menschen in Bewegung zu bringen. Wir wollen Räume schaffen, in denen Offenheit wachsen kann. Denn Kreativität ist unsere Form von Aktivismus. Kultureller Wandel entfaltet seine Wirkung erst mit realer Infrastruktur: Mit sauberem Wasser werden Aufklärung und Period Dignity wirklich wirksam.
ALL IN FOR WATER: Wasser verändert Leben
Wasser ist mehr als Infrastruktur. Es geht um Würde, Sicherheit, Freiheit und grundlegende Menschenrechte. Wenn Frauen und Mädchen sicheren Zugang zu WASH haben, entstehen neue Möglichkeiten für ganze Communities:
Sicherheit wächst: Ein direkter Zugang zu Wasser macht den Alltag für Frauen und Mädchen deutlich sicherer.
Gesundheit wird möglich: Eine sichere und würdevolle Menstruationshygiene ist umsetzbar, und das allgemeine Wohlbefinden steigt.
Bildung bleibt erreichbar: Mädchen können kontinuierlich zur Schule gehen, unabhängig von ihrer Menstruation.
Chancengleichheit wächst: Frauen gewinnen Zeit, um ihr volles Potenzial zu entfalten.
Wasser ist ein Menschenrecht – und der Ausgangspunkt für mehr Chancengleichheit. Alles beginnt mit Wasser. Lass uns WATER FIRST gemeinsam weitertragen. Mit Freude, Kreativität und positivem Aktivismus engagieren wir uns dafür, dass alle Menschen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

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