

29.05.2026
Diese Woche feiern wir Menstrual Hygiene Day 2026 – einer der wichtigsten Tage im Jahr für unsere weltweite Projektarbeit. Warum? Weil Menstruation noch immer für Millionen Menschen weltweit mit Scham, Ausgrenzung, fehlendem Zugang zu Hygieneprodukten und Bildungsungleichheit verbunden ist. Weil Perioden kein Hindernis für Bildung, Gesundheit oder Selbstbestimmung sein dürfen. Und weil wir nur gemeinsam eine Period-Friendly-World schaffen können.
ONE DAY. MANY COMMUNITIES. ONE MOVEMENT.
Wasser ist Leben. Wasser ist Würde. Wasser ist der Anfang von allem.
Ohne Wasser gibt es keine Hygiene. Ohne Wasser gibt es keine Menstruationsgesundheit. Und ohne Menstruationsgesundheit gibt es keine Gleichberechtigung. Wasser ist der Ursprung, der alles verbindet – von Bildung über Gesundheit bis zu Selbstbestimmung. Genau deshalb setzt sich Viva con Agua weltweit für WASH ein: sauberes Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.
Der Menstrual Hygiene Day 2026 war für Viva con Agua mehr als ein Aktionstag. Er war ein kraftvolles Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen zusammenkommen: für Würde, Bildung und eine Welt, in der Menstruation kein Tabu ist. Noch immer fehlt 696 Millionen Menschen weltweit der sichere Zugang zu sauberem Wasser und Hygieneprodukten. Das wollen wir ändern.
Wie Wasser und Menstruationsgesundheit zusammenhängen
Menstruationsgesundheit hängt direkt mit WASH zusammen:
Ohne sauberes Wasser können Mädchen keine Menstruationsprodukte sicher reinigen oder entsorgen.
Ohne Toiletten fehlen geschützte Räume, um Hygiene während der Periode zu gewährleisten.
Ohne Wissen bleiben Scham und Stigma bestehen.
Deshalb ist Menstruationsgesundheit ein unverzichtbarer Teil unserer WASH-Arbeit. Rund um den Menstrual Hygiene Day 2026 haben unsere Teams in Tansania, Uganda und Südafrika gezeigt, wie Wasser, Bildung und Aufklärung eine echte Veränderung bewirken können.
🇹🇿 Tansania: Veränderung beginnt mit Gesprächen
Gemeinsam mit unserem Partner Climate Smart Solutions fand der Menstrual Hygiene Day an der Soheda Secondary School im Nahasey Village statt. Mehr als 350 Schüler*innen, Eltern und Community-Mitglieder kamen zusammen, um offen über Menstruation zu sprechen – ein Thema, das oft von Tabus umgeben ist.
Besonders Jungen wurden aktiv einbezogen, um zu zeigen: Menstruation geht uns alle etwas an. In Debatten, Kunstprojekten und praktischen Sessions entstanden Räume für Offenheit und Solidarität.
Highlights aus Tansania
Schuldebatten: „Menstruation is everyone’s responsibility“
Praktische Workshops zu Menstruationsprodukten
Gemeinschaftsaktionen mit Schüler*innen und Eltern
Kunst und Storytelling für mehr Aufklärung
Das Ergebnis? Weniger Scham, mehr Austausch, mehr Würde – und ein starkes Community-Gefühl.
🇺🇬 Uganda: Sichere Räume durch Wasser und Infrastruktur
In Uganda haben wir an der St. Francis Primary School in Kabagezi gefeiert, wo Viva con Agua 2022 einen Menstrual Hygiene Management Changing Room gebaut hat. Dieser geschützte Raum ermöglicht es Mädchen, ihre Menstruation während des Schulalltags sicher zu managen – ein Meilenstein für Bildung und Selbstbewusstsein.
Vier Jahre später stand die Frage im Fokus: Was bewirkt ein geschützter Raum langfristig? Neben Hygiene-Kits und Workshops gab es Gespräche, um die Wirkung besser zu verstehen.
Highlights aus Uganda
Hygiene-Kits für 50 Schülerinnen
Menstruationsaufklärung für Mädchen und Jungen
Persönliche Geschichten an einer „Wall of Encouragement“
Evaluation, wie der Changing Room Bildungschancen verbessert hat
Die Erkenntnis: Wenn Wasser, Bildung und Infrastruktur zusammenkommen, entstehen nicht nur hygienische, sondern auch echte soziale Veränderungen.
🇿🇦 Südafrika: Sport als Brücke zur Menstruationsaufklärung
In Mpumalanga, Südafrika, haben wir mit dem FC Augsburg und 400 Schüler*innen der John Mdluli Primary School den Menstrual Hygiene Day gefeiert. Hier wurde gezeigt, dass auch Sport ein sicherer Raum sein kann.
Über Netball-Aktivitäten wurden Gespräche über Menstruationsgesundheit ganz spielerisch eröffnet. Sport wurde so zur Brücke für Empowerment und Solidarität – besonders für junge Mädchen, die oft von Period Poverty betroffen sind.
Highlights aus Südafrika
Netball und gemeinschaftliches Lernen
Hygiene-Kits in Dignity Packs
Offene Gespräche über Menstruation
Jugendförderung durch Sport und WASH-Projekte
Durch diese Aktion wurde klar: Wasser, Hygiene und Empowerment gehören zusammen – und Sport kann der Anfang für große Veränderungen sein.
Danke an unsere globale Community
Nichts davon wäre möglich ohne die Menschen, die sich jeden Tag für eine bessere Welt einsetzen. Danke an alle Partnerorganisationen, Schulen, Lehrkräfte, Aktivist*innen und Communities, die den Menstrual Hygiene Day 2026 ermöglicht haben.
Ihr zeigt: Wenn Menschen zusammen aktiv werden, entstehen Lösungen. Tabus werden gebrochen. Räume für Austausch entstehen. Und die Vision einer Period-Friendly World wird Wirklichkeit.
ALL IN FOR WATER. ALL IN FOR DIGNITY. ALL IN FOR A PERIOD-FRIENDLY WORLD.




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