
Erfahre mehr über unser Projekt in Yumbe, Uganda:
Warum Brunnenbau allein in Uganda nicht reicht
Stell dir vor, es gibt in der Nähe deines Dorfes Wasserstellen, aber fast die Hälfte davon funktioniert nicht richtig. Stell dir vor, du müsstest entscheiden, ob du das vorhandene Trinkwasser zum trinken, kochen oder waschen nutzt. Genau das ist im Yumbe District in Uganda der Fall. Obwohl Infrastruktur vorhanden ist, liefern derzeit nur 55 Prozent der Wasserstellen sicheres Trinkwasser.
Ein neuer Brunnen ist ein toller Anfang, aber er löst das Problem nicht dauerhaft. Es braucht Menschen, die ihn warten. Es braucht faire Tarife, damit Ersatzteile bezahlt werden können. Und es braucht gerechte Regeln für alle, die das Wasser nutzen.
Aus diesem Grund setzen wir bei unserem Future Yumbe Projekt in Uganda auf mehr als nur Technik. Wir konzentrieren uns auf "Systems Strengthening" – den Aufbau von verlässlichen Strukturen, die auch nach der Projektlaufzeit Bestand haben.
Nachhaltigkeit durch lokale Verantwortung
Die eigentliche Herausforderung ist der Übergang von der bloßen Infrastruktur zu einer verlässlichen und sicheren Wasserversorgung. Das gelingt nur, wenn die Menschen vor Ort die Verantwortung übernehmen können.
Deshalb schulen wir Wasser- und Sanitärkomitees. Handpumpenmechanikerinnen und -mechaniker lernen, wie sie defekte Anlagen schnell reparieren. Durch gemeinsame Diskussionen zwischen Aufnahmegemeinden und Geflüchteten entstehen faire Regeln zur Wassernutzung. Diese lokalen Gremien sorgen dafür, dass Streitigkeiten an den Wasserstellen abnehmen und das Vertrauen in gemeinsame Lösungen wächst.
Klimaresiliente WASH-Versorgung im Alltag
Der Klimawandel macht sich in Yumbe durch unregelmäßige Niederschläge und lange Trockenperioden bemerkbar. Der Grundwasserspiegel sinkt, was den Betrieb herkömmlicher Handpumpen erschwert.
Wir reagieren darauf mit klimaresilienten Systemen. Solarbetriebene Pumpsysteme stabilisieren die Versorgung auch bei schwankenden Wasserständen. Gleichzeitig stärken wir das Bewusstsein der Menschen für den Schutz lokaler Wasserressourcen. So stellen wir sicher, dass Haushalte, Schulen und Gesundheitsstationen das ganze Jahr über Zugang zu sauberem Wasser haben.
Ein starkes Fundament für die Zukunft bauen
Ein funktionierendes Wassersystem schafft Frieden und Stabilität. Es nimmt den Druck von vulnerablen Familien, wie beispielsweise von alleinstehenden geflüchteten Frauen in der Siedlung Bidibidi, die das wenige Wasser täglich streng rationieren müssen. Wenn wir die Systeme stärken, verbessern wir das Leben dieser Menschen dauerhaft.
Was sich konkret verändert
☑️ Zwei Stunden werden zu Minuten
Eine Mutter muss nicht mehr täglich kilometerweit laufen. Sie gewinnt Zeit für ihre Familie und ein Einkommen.
☑️ Wasser ist wieder verlässlich
Ein reparierter Brunnen bedeutet: 500 Menschen haben jederzeit Zugang zu Wasser – nicht nur, wenn er gerade funktioniert.
☑️ Weniger Krankheit, mehr Alltag
Sauberes Wasser und einfache Filter reduzieren Durchfallerkrankungen. Kinder können wieder regelmäßig zur Schule gehen.
☑️ Mädchen bleiben im Unterricht
Mit funktionierenden Sanitäranlagen und Wasserzugang wird Schule wieder möglich – auch während der Menstruation.
☑️ Weniger Spannungen, mehr Zusammenhalt
Wenn Wasser nicht mehr knapp ist, nehmen Konflikte zwischen Geflüchteten und aufnehmenden Gemeinden spürbar ab.
Erfahre in unserem dritten und letzten Beitrag, was wir im ersten Projektjahr ganz konkret umsetzen und wie radikal transparent wir deine Spenden einsetzen.

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