398 Kilometer, ganz viel Wasser und unzählige Begegnungen: Der WATER WALK 2026

398 Kilometer, ganz viel Wasser und unzählige Begegnungen: Der WATER WALK 2026

Zwei Wochen zu Fuß von Kassel nach Hamburg. 14 Etappen. Ein gemeinsames Ziel: sauberes Trinkwasser für alle Menschen. Zum 20-jährigen Jubiläum von Viva con Agua haben wir den WATER WALK auf die Straße gebracht und erlebt, wie viel in Bewegung kommt, wenn Menschen gemeinsam loslaufen.

Von Kassel nach Hamburg

Am 13. September ging es in Kassel los. Vor uns lagen rund 350 Kilometer, 14 Etappen und zwei Wochen unterwegs bis nach Hamburg. Am 27. September kamen wir nach insgesamt sogar 398 Kilometern in der Villa Viva an. Hinter uns lagen müde Beine, unzählige Schritte und vor allem jede Menge Geschichten. Denn beim WATER WALK ging es nie nur darum, eine Strecke zurückzulegen, sondern vor allem auch darum, Menschen zusammenzubringen, Wasser zum Gesprächsthema zu machen und gemeinsam für eine Welt einzustehen, in der alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. 

Wasser verbindet - und jede Etappe erzählt ihre eigene Geschichte 

Schon unterwegs wurde klar: Keine Etappe ist wie die andere. Städte und Dörfer empfingen uns, Menschen liefen mit, Schulen öffneten ihre Türen und Unternehmen unterstützten die Aktion. Mal waren es große Gruppen, mal einzelne Begegnungen, die lange in Erinnerung bleiben. 

Überall begegneten uns andere Perspektiven auf Wasser: als Lebensgrundlage, als Teil des eigenen Alltags, als Herausforderung und als etwas, das uns alle verbindet. Genau diese Gespräche waren ein wichtiger Teil des WATER WALK. Denn Wasser ist nie nur Wasser. Es erzählt auch davon, wie wir leben, wie wir miteinander umgehen und welche Verantwortung wir füreinander tragen. 

Wenn aus einer Etappe ein gemeinsames Erlebnis wird 

Der WATER WALK war eine offene Einladung, mitzumachen. Und diese Einladung wurde genutzt: 

So begleiteten uns beispielsweise ein paar Klassen der Schulrat-Habermalz-Schule Alfeld ein Stück des Weges bis nach Hildesheim. Von Celle nach Hermannsburg begleitete uns ein Reporter und ab Lüneburg verdoppelte sich die Laufgruppe plötzlich, da sich noch einige Kolleg*innen aus dem Brunnenbüro für die letzten Etappen bis nach Hamburg anschlossen.  

Solche Momente zeigen, was gemeinsames Engagement ausmacht: Niemand muss die gesamte Strecke laufen, um Teil der Bewegung zu sein. Manchmal reicht eine Etappe. Manchmal eine Aktion, eine helfende Hand, ein Schlafplatz oder ein Kaffee am Morgen. Viele kleine Beiträge werden zusammen zu etwas Großem. 

Besonders schön war dabei, dass die Begegnungen nicht an der Ziellinie endeten. Es entstanden neue Kontakte, Interesse an weiterer Zusammenarbeit und Gespräche, die über den WATER WALK hinausreichen können. 

Kultur, Musik und jede Menge WATER WALK-Momente 

Natürlich durfte auch die Kultur nicht fehlen. Musik und Kunst gehören seit jeher zu Viva con Agua - sie schaffen Begegnungen, öffnen Räume und bringen Menschen zusammen. 

Ein Soli-Konzert von Finn Moriz im D.O.T.S. in Göttingen, das Theaterstück „Die Regentrude“ in Northeim im Theater der Nacht und ein gemeinsamer Singalong in Harburg waren nur einige der Momente, die die Route ganz besonders gemacht haben. Auch die Soli-Party mit DJ Athie Umgido und Benjiino in Hannover brachte Menschen bei Tanz und Musik zusammen und zeigte, wie vielfältig Engagement für Wasser aussehen kann. 

Es waren nicht nur die geplanten Programmpunkte, die den Lauf geprägt haben. Es waren auch spontane Gespräche, kleine Gesten, gemeinsame Kilometer und die Menschen, die uns unterwegs unterstützt haben. Genau darin lag die besondere Energie des WATER WALK: Er war kein starres Format, sondern eine Einladung, gemeinsam etwas entstehen zu lassen. 

20 Jahre Viva con Agua - und weiter geht's! 

Mit dem WATER WALK haben wir an eine Geschichte angeknüpft, die 2008 mit dem ersten Wassermarsch begann. Damals wie heute ging es darum, Menschen zu aktivieren und zu zeigen, dass Veränderung möglich wird, wenn viele gemeinsam in Bewegung kommen. 

Der WATER WALK war deshalb mehr als ein Jubiläum. Er hat Wasser in ganz unterschiedlichen Orten auf die Agenda gebracht, neue Gespräche angestoßen und Menschen miteinander verbunden. Wir haben gelernt, zugehört, uns ausgetauscht und erlebt, wie viel Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt. 

398 Kilometer später bleibt vor allem eines: die Dankbarkeit für alle, die diese Reise möglich gemacht haben. Danke an jede Person, die mitgelaufen ist, uns empfangen, unterstützt, versorgt, eine Aktion organisiert, eine Unterkunft bereitgestellt oder von zu Hause mitgefiebert hat. Danke an die Schulen, Städte, Unternehmen, Künstler*innen, Engagierten und allen Wegbegleiter*innen, die den WATER WALK zu dem gemacht haben, was er war. 

Und danke an die gesamte Laufgruppe, die jeden einzelnen Kilometer gemeinsam gegangen ist. ALL IN FOR WATER.  

Mehr über den WATER WALK und unsere Mission für sauberes Trinkwasser erfährst du auf unserer WATER-WALK-Seite. 


Fotos: Kaya Elisa Bürkel

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