
Was bedeutet Wasser wirklich? Diese Frage hat Leonie Bartsch, Co-Host des Podcasts "True Love" und "Mord auf Ex", gemeinsam mit der Welthungerhilfe und Viva con Agua mit nach Kenia genommen. Unter anderem im Kitui County besuchte sie Wasserprojekte und sprach mit Menschen, deren Alltag sich durch den Zugang zu sauberem Wasser grundlegend verändert hat.
Schon bei ihrer Ankunft wurde deutlich, wie zentral Wasser für das tägliche Leben ist. Während es für viele von uns selbstverständlich ist, jederzeit den Wasserhahn aufzudrehen, bestimmt der Zugang zu Wasser in vielen Regionen der Welt den gesamten Tagesablauf. Für viele Familien beginnt der Tag nicht mit Frühstück oder Schule, sondern mit dem oft stundenlangen Weg zur nächsten Wasserquelle.
Besonders eine Begegnung hat sie bis heute nicht losgelassen. Josephine zeigte ihr den Weg zu ihrer ehemaligen Wasserquelle. Drei Stunden Fußmarsch in der Mittagshitze über steile Felsen. Sie erzählte von den Gefahren, denen Frauen und Mädchen auf diesem Weg ausgesetzt waren, von körperlicher Erschöpfung, Gewalt und Verlust. Diese Wege waren nicht nur anstrengend, sondern auch unsicher – ein tägliches Risiko, das viele Frauen und Mädchen auf sich nehmen mussten. Heute führt ein neues Wassersystem das Wasser sicher bis ins Tal. Ein Projekt, das mit Unterstützung von der Welthungerhilfe und Viva con Agua ermöglicht wurde und das zeigt, wie viel mehr Wasser bedeuten kann als nur ein gefüllter Kanister. Es bedeutet Zeitgewinn, Sicherheit und neue Perspektiven für ganze Gemeinschaften.
Nach der Reise beschreibt Leo den Satz "Water is a Human Right" mit völlig neuen Augen. Wasser bedeutet Bildung, weil Kinder zur Schule gehen können, statt stundenlang Wasser zu holen. Wasser bedeutet Sicherheit, weil gefährliche Wege wegfallen. Wasser bedeutet Gesundheit, Gleichberechtigung und Würde. Kurz gesagt: Wasser schafft die Grundlage für viele weitere Menschenrechte.
Doch die Auswirkungen gehen noch weiter: Wenn Wasser verfügbar ist, können Familien kleine Gärten anlegen, Nahrung anbauen und sich unabhängiger versorgen. Gemeinschaften wachsen zusammen, wenn sie gemeinsam Verantwortung für Wasserstellen übernehmen. Und vor allem entsteht Hoffnung – die Hoffnung auf eine Zukunft, in der grundlegende Bedürfnisse gesichert sind.
Gleichzeitig macht die Reise deutlich, wie viel noch zu tun bleibt. Leos Wunsch ist, dass in einigen Jahren keine Familien mehr kilometerweit zu den letzten Wasserstellen laufen müssen, sondern jede Community einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser hat und dadurch Zeit gewinnt, um zu lernen, Landwirtschaft zu betreiben und ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Diese Reise hat nicht nur Leos Perspektive verändert, sondern zeigt auch uns, wie wichtig es ist, genauer hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen. Denn Wasser ist nie nur Wasser: es ist Leben, Chance und Zukunft zugleich. Mehr von dieser Reise, den Begegnungen und den Geschichten hört ihr in der "True Love"-Podcastfolge "#68 Der Junge, der den Wind einfing" , die am 10.07.2026 erschienen ist.
Foto Credits: Alexander Chouzanas / Auf Ex Productions










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