WASSER & WASH EXPERT*Innen im Interview

WASSER & WASH EXPERT*Innen im Interview

Nov 5, 2025

Lachen schallt über einen Schulhof in Uganda. Kinder jubeln und rennen zu einem frisch gebauten Brunnen, während klares Wasser in alle Richtungen spritzt. Im Hintergrund erklingen afrikanische Rhythmen – ein Moment voller Hoffnung und Lebensfreude. Uganda ist für Viva con Agua weit mehr als nur ein Projektland. Es ist ein Ort voller Inspiration, lebendiger Gemeinschaften und unerschöpflichem Potenzial.

Doch warum spielt Uganda eine so zentrale Rolle in unserer WASH-Arbeit? Unsere Expertin Belinda erklärt: “Uganda is at a unique point where development and humanitarian aid intersect.” Das Land ist Afrikas größtes Aufnahmeland für Geflüchtete, mit über 1,8 Millionen Menschen, die Schutz suchen. Uganda zeigt dabei eine bemerkenswerte Offenheit, indem Geflüchtete nicht in isolierten Lagern untergebracht werden, sondern in lokale Gemeinschaften integriert werden. Sie teilen Schulen, Wassersysteme und Gesundheitseinrichtungen. Ein Modell, das Solidarität und Zusammenhalt stärkt.

Belinda hebt hervor, wie entscheidend sauberes Wasser und Sanitärversorgung dabei sind: “WASH is the connecting element. When we repair a water pump, both refugees and locals benefit. A new toilet strengthens social cohesion across the entire community.” Die geografische Lage Ugandas, mit dem Viktoriasee – Afrikas größtem Süßwassersee – als Lebensader, macht das Land zudem zu einem strategischen Dreh- und Angelpunkt für Wassermanagement in der gesamten Region. 

Uganda: Der perfekte Nährboden für Innovation 

“Uganda has unique foundations that make it ideal for WASH projects,” erklärt Ronald, ein Mitglied unseres Uganda-Teams. “We can build on established structures like Village Health Teams and Water and Sanitation Committees.” Diese Organisationen sind gut etabliert, geschult und motiviert, bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. 

Ronald betont, dass Uganda ein Innovations-Hub für klimafreundliche WASH-Lösungen ist. Zu den erfolgreichsten Projekten gehören: 

✅ Solargestützte Wasserpumpen, die auch bei Stromausfällen zuverlässig arbeiten und Dürreperioden trotzen.

✅ Inklusive Sanitäranlagen, die sowohl Geflüchteten als auch lokalen Gemeinschaften dienen und den sozialen Zusammenhalt fördern. 

✅ Regenwassersammelsysteme, die jeden Tropfen kostbaren Regens auffangen und speichern. 

The impact is enormous,” sagt Ronald. “Every euro invested improves health, education, and gender equality while enhancing climate resilience.” 

ALL4WASH: Eine Bewegung für alle 

Unser ALL4WASH-Projekt bringt ganze Gemeinschaften zusammen. Belinda erklärt: “ALL4WASH brings together children, teachers, artists, and local communities to promote the human right to water.” 

Die Infrastruktur-Säule des Projekts hat bereits beeindruckende Ergebnisse erzielt: 

✅ 4 neue Wasserversorgungssysteme an Schulen, die 1.856 Schüler:innen Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. 

✅ 4 inklusive Sanitäranlagen, die 2.656 Kindern zugutekommen. 

✅ Solarbetriebene Wassersysteme und Regenwassersammelsysteme, die nachhaltige Lösungen bieten. 

Außerdem werden Hygienepraktiken durch kreative Ansätze vermittelt. “Music, art, and sports make hygiene knowledge an experience,” erzählt Belinda. Bisher wurden 20 WASH-Clubs mit 1.200 Schüler:innen gegründet, wobei besondere Unterstützung Mädchen zugutekommt. Mehr als 30 Lehrer:innen wurden geschult und Menstruationshygiene-Sitzungen haben 886 Mädchen erreicht. “Empowerment is at the heart of every activity,” betont Belinda.

Die Vision: Langfristige Veränderung 

ALL4WASH geht über Nothilfe hinaus. Es geht um nachhaltige Veränderung. Ronald erklärt: “It’s about restoring dignity, promoting equality, and creating the foundation for health and education.” 

Ein Beispiel: Durch neue Hygieneanlagen kann ein Mädchen auch während ihrer Periode zur Schule gehen, hat mehr Zeit zum Lernen und kann ihre Träume verwirklichen. Das ist nicht nur eine Investition in ihre Zukunft, sondern in die gesamte Gesellschaft. 

Unsere nächsten Schritte in Uganda umfassen: 

✅ Den Ausbau klimasmarter WASH-Systeme wie solarbetriebene Wasserpumpen. 

✅ Die Stärkung lokaler Gemeinschaften, damit Schulleiter:innen langfristige Verantwortung für die Anlagen übernehmen. 

✅ Den Einsatz digitaler Überwachungssysteme für bessere Wartung und Transparenz. 

“Uganda shows us every day that sustainable change is possible,” sagt Belinda abschließend. Jeder Brunnen, jede Solarpumpe und jede Hygiene-Schulung bringt uns näher an eine gerechte Welt, in der Wasser für alle zugänglich ist.

Werde Teil der Bewegung! Bereits 25 € ermöglichen die Ausbildung eines Lehrers zum Hygiene-Botschafter, 150 € finanzieren Hygienestunden für eine Schule, und 1.000 € schaffen drei Handwaschstationen für 500 Kinder. 

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