14.05.2009: Das neue Viva con Agua Projekt im Osten Afrikas - Hilfe für rund 2500 Menschen durch sauberes Trinkwasser
 

 
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Es herrscht wieder Dürre in Kenia
Dürre und Naturkatastrophen im ganzen Land

Kenia zählt immer noch zu den 25 ärmsten Ländern der Erde - trotz aller wirtschaftlichen Anstrengungen der letzten Jahrzehnte. Ein hohes Bevölkerungswachstum, zunehmende Armut, eine steigende HIV/Aids-Rate, Umweltschäden und extreme Klimaereignisse stellen das Land vor gewaltige Aufgaben.

Zwischen 2004 und 2006 herrschte vor allem im Norden, Osten und Südosten Kenias eine verheerende Dürrephase: Ernten fielen aus, Wasserstellen versiegten und Weideland verdorrte. Darunter leiden die Menschen noch heute. Immerhin leben 70% der Einwohner von der Landwirtschaft, die meisten von ihnen produzieren hauptsächlich für den Eigenbedarf. Die Regenzeit Ende 2006 hat die Situation lediglich leicht entspannt, bereits in 2007 blieben vor allem im Südosten Kenias die Niederschläge wieder weit hinter den Erwartungen zurück.

Akuter Wassermangel und unzureichende Versorgung mit Nahrungsmitteln sind weiterhin die dringlichsten Probleme der Menschen.

Die Küstendistrikte dagegen waren Ende 2006 von einer Flut betroffen mit ähnlich verheerenden Auswirkungen wie in den Dürregebieten: verlorene Ernten und Mangel an Trinkwasser aufgrund verunreinigter Wasserstellen.

Teufelskreis der Armut

In unserem Projektgebiet, dem Distrikt Mwingi im Südosten Kenias, leben die meisten der 358.000 Bewohner von Ackerbau und Tierhaltung. Mwingi zählt zu den ärmsten Distrikten in Kenia.

Neben der Landwirtschaft gibt es kaum Einkommensalternativen. Fallen die Ernteerträge schlecht oder ganz aus und können die Tiere nicht mehr versorgt werden, gibt es keine Rücklagen, auf die die Menschen zurückgreifen könnten, um Wasser und Nahrungsmittel zu kaufen. Die Not bildet den Nährboden für Prostitution, in ihrem Gefolge eine weitere Gefahr: HIV/Aids. Die Krankheit breitet sich in erschreckendem Maße aus. Im Jahr 2004 lag die durchschnittliche Lebenserwartung nur noch bei 46 Jahren, mit sinkender Tendenz.

Wassermangel und seine schrecklichen Folgen

Nur jeder zehnte Einwohner Mwingis hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Sanitärversorgung ist mangelhaft. In der Trockenzeit müssen Entfernungen bis zu 20 km zur nächsten Wasserstelle zurückgelegt werden, eine Tortur für Frauen und Kinder, die traditionell für das Wasserholen zuständig sind. Krankheiten durch die Nutzung von verunreinigtem Oberflächenwasser sind an der Tagesordnung.

Wir können den Menschen in Mwingi neue Hoffnung geben

 
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Das Projektteam vor Ort in Mwingi
Unser Projektpartner, die Welthungerhilfe, unterstützt in Zusammenarbeit mit den kenianischen Organisationen ActNow und Kenya Rainwater Harvesting Association 50.000 Menschen in zwei besonders krisenanfälligen Bezirken bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. An erster Stelle stehen die Versorgung mit Wasser und die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse.

Die Speicherung des Regenwassers spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Bau eines Felsregenfangs (rock catchment) ist neu für die Einwohner. Viele freiwillige Helfer aus den umliegenden Dörfern beteiligen sich daran. An einem Berg werden Mauern aus Natursteinen errichtet, die in der Regenzeit die mitunter heftig niedergehenden Wassermassen in ein Reservoir lenken. Anschließend durch groben Kies gefiltert und in großen Tanks gespeichert, hilft das kostbare Nass den Dorfbewohnern, Dürrezeiten zu überstehen.

Wasserversorgung sorgt für Bildung

Durch den Bau von Regenwasserfängen mit Tanks sowie Latrinen an Grundschulen sind auch Schulkinder künftig besser versorgt. Bisher mussten sie das Wasser selbst dorthin mitbringen. In Zeiten des Mangels bedeutete dies meist Unterrichtsausfall, da sie schon mit der Beschaffung des Wassers für die Familie vollauf beschäftigt waren. Durch die neuen Anlagen können die Jungen und Mädchen wieder regelmäßig die Schule besuchen.

Im Fokus: Schulungen für Hilfe zur Selbsthilfe

Begleitet werden die Maßnahmen stets von Schulungen zum richtigen Umgang mit Trinkwasser und der Vermeidung von Krankheiten. Auch gezielte Aufklärungsarbeit gegen die Ausbreitung von HIV/Aids wird in diesem Zusammenhang geleistet, vor allem an Schulen und bei Gemeindeveranstaltungen.

Die Mitglieder der Wasserkomitees, die eigens für die Verwaltung des Wassers eingesetzt werden, sorgen für eine gerechte Verteilung und den Erhalt der Wasserstrukturen. Dafür zahlt jeder Nutzer einen kleinen Beitrag - damit das Lebenselixier auch weiterhin fließt.

Helft mit, das Leben notleidender Menschen in unserer Projektregion Mwingi zu verbessern – schon mit 42 Euro wird ein Mensch dauerhaft unterstützt!

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