| |  | | moritz piehler | | Auch am Ende der Etappe noch gut gelaunt |
Erholt nach der netten Unterkunft im Hotel Rammersweier Hof machen wir uns morgens auf zum Offenburger Marktplatz zu Presseterminen. Da wir etwas warten müssen, ist Zeit für ein Minifußballturnier. Der Gewinner kann leider aufgrund des frühzeitigen Abpfiiffs durch den grün-weißen Schiri nicht ausgespielt werden.
Anschließend wieder wandern. 28 Kilometer haben wir vor uns. Über die Felder der Rheinebene, endlich mal wieder Richtung der Sonne und Basel entgegen. Bei dem Wetter kommt uns die Pause am Baggersee mit einer Runde Wasserball recht gelegen, auch wenn sich die Etappe dadurch ein bisschen verlängert. Kurz vor unserem Zielort Mahlberg kommt uns Besuch aus Hamburg entgegen, Benny, Hannah und Gregor stoßen zur Gruppe, so dass wir auf 16 Läufer anwachsen. In den nächsten Tagen haben sich noch mehrere Mitläufer angekündigt, die mit uns über die Grenze laufen wollen.
Man merkt allen festen Läufern an, dass die Erschöpfung größer wird. Uns stecken 900 Kilometer und 35 Tage auf engstem Raum in den Knochen und Köpfen. Da ist es nicht immer leicht, anfallende Konflikte ohne zuviel Emotion zu lösen. Die Strecke schrumpft weiter, die Tage werden immer weniger und ich muss aufpassen, dass mir die letzten Tage dieser intensiven Reise durch ganz Deutschlnad nicht entgleiten und von dem langsam wieder hereinstürzenden Alltag verdrängt werden. Noch sind wir unterwegs, es scheint die Sonne und die Zahl der finanzierten Brunnen wächst.
Moritz Piehler
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