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Ungesicherte Wasserstellen
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Zwischenlagerung von Material auf dem Bürogelände der WHH
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Karte von Uganda mit der pink markierten Region "District Oyam"

Wasserprojekte


Wasser für Uganda

01.09.2010-08.01.2011: Bau und Sanierung von Brunnen und Quelleinfassungen in Norduganda

Zwischenbericht für das Uganda-Projekt, Stand August 2011

Viva con Agua sammelt Spenden für Uganda!
Unser Kooperationspartner, die Welthungerhilfe, unterstützt die vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg betroffene Bevölkerung im Norden des Landes.

Was ist das Ziel des Trinkwasserprojekts:

Einen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung im Oyam Distrikt zu leisten. Des Weiteren sollen in der Region Hygieneschulungen und Ausbildungen in Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden – klassische Hilfe zur Selbsthilfe also!

Übergeordnetes Ziel ist, dass Bürgerkriegsflüchtlingen die Rückkehr und Wiedereingliederung in ihre Heimatgebiete ermöglicht und sie bei der Wiederaufnahme ihrer landwirtschaftlichen Aktivitäten unterstützt werden, so dass sie nachhaltig ihre Ernährungssicherung aus eigener Kraft wiederherstellen können.

Wie vielen Menschen helfen wir:

 
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Entnahme von Wasserproben an einem Flachbrunnen
Das Projekt wird mindestens 38 Wasserstellen rehabilitieren oder neu errichten. Pro Wasserstelle profitieren ca. 150 Haushalte. Das heißt die direkte Zielgruppe sind ca. 5.000 Haushalte oder ca. 25.000 Menschen in den 7 Gemeinden des Distriktes Oyam in Norduganda.

Wie ist die Situation vor Ort:

Die Welthungerhilfe hat im Oyam Distrikt eine Untersuchung der Wasser- und Sanitärversorgung durchgeführt. Zentrale Ergebnisse dieser Studie sind, dass die tägliche Wasserverfügbarkeit immer noch unter den absoluten Mindeststandards von 15 Litern pro Person und Tag liegt. Zudem sind die Distanzen zu den Wasserstellen und Wartezeiten an diesen nach wie vor extrem hoch. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass über 40% der ursprünglichen Wasserinfrastruktur defekt oder vollständig zerstört ist. 35% der Tiefbrunnen, 56 % der Flachbrunnen und über 35% der Quellfassungen sind reparaturbedürftig.

Wie es dazu kam:

Ugandas jüngere Geschichte ist von Schreckensherrschaft und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Zwischen 1971 und 1986 fielen in Uganda über 300.000 Menschen dem Krieg zum Opfer - auch in Internierungslagern unter unmenschlichen Bedingungen. In den letzten Jahren gab es insbesondere im Norden des Landes wiederholt bewaffnete Konflikte. Schätzungen zufolge kamen dabei mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben. Die Wirtschaftslage Ugandas ist durch Kriege und Terror ruiniert worden. Die Bevölkerung Ugandas hat keinen Zugang zu einer Basisgesundheitsversorgung. Nur die Hälfte der städtischen Bevölkerung hat überhaupt Zugang zu sauberem Trinkwasser, in ländlichen Regionen liegt die Zahl noch niedriger. Die Versorgungssysteme sind veraltet und es gibt zu wenige Abwasserentsorgungsanlagen.

1986 erfolgte die Machtübernahme des heutigen Präsidenten Yoweri Museveni, der durch eine umfassende Reformpolitik einige Erfolge erzielen konnte. Ugandas Armutsbekämpfungsstrategie hat dazu beigetragen, dass der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, deutlich gesenkt werden konnte. Seit Sommer 2006 laufen Friedensverhandlungen zwischen der ugandischen Regierung und der Rebellentruppe „Lord´s Resistance Army (LRA)“, die auf eine Befriedung des Nordens hoffen lassen.

 
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Konkrete Maßnahmen, mit denen wir den Menschen in Uganda helfen können:

Maßnahme 1: Bau neuer Wasserstellen
Die Welthungerhilfe plant den Bau von 3 Flach- oder Tiefbrunnen und 5 Quelleinfassungen. Diese Konstruktionen ermöglichen einen schnellen Zugang zu sauberem Wasser für die Gemeinden in den Projektgebiet. Es ist weiterhin vorgesehen, gemeinsam mit den Gemeinden Schulungen für ausgewähltes Wartungs- und Betriebspersonal durchzuführen, um eine nachhaltige Nutzung der installierten Wasserinfrastruktur zu sichern.

Maßnahme 2: Sanierung bestehender Wasserstellen
Geplant sind 15 Flachbrunnen und 15 „geschützte“ Quellen (Quelleinfassungen), die zurzeit außer Betrieb sind, zu rehabilitieren. Da die Distriktbehörde in Oyam bereits mit der Sanierung von Tiefbrunnen befasst ist, sind im Rahmen dieses Projekts keine Sanierungen von Tiefbrunnen vorgesehen. Es sollen jedoch zusätzlich die nötigen Ausrüstungsgegenstände (Werkzeuge, Wartungs- und Reinigungsmittel etc.) zur Pflege und Reparatur von Tiefbrunnen an die entsprechenden Behörden der 7 Gemeinden des Distrikts ausgegeben werden.

Die Untersuchung der Wasserversorgung im Distrikt Oyam erfasste 174 Wasser- stellen, die einer Sanierung bedürfen. Aufgrund der begrenzten Mittel wurden 30 Wasserstellen für diesen Projektvorschlag ausgewählt. Es handelt sich hierbei um Wasserstellen in besonders schlechtem Zustand, oder um Wasserstellen, die über keine alternative Wasserstelle im Umkreis von 1 km verfügen. Bevor die Sanierungen durchgeführt werden, werden u. a. noch Untersuchungen zur Wasserleistung während der Trockenperioden durchgeführt.

 
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Tagung des Wasserkommitees
Maßnahme 3: Schulungen zu Hygiene- und Gesundheitsfragen
Die Bedarfsanalyse zeigte zudem, dass es teilweise in den 7 Gemeinden keine funktionierende Gesundheitsinfrastruktur gibt. Dies bedeutet, dass die Gemeinden keine Anleitung für angemessene und/oder verbesserte Hygienepraktiken haben. Daher ist geplant, solche Strukturen in den Gemeinden durch Schulungen zu unterstützen. Dies insbesondere, da rein infrastrukturelle Maßnahmen für eine Verbesserung der Hygiene und Gesundheitssituation nicht ausreichen, wenn nicht zugleich für eine Verbesserung der Hygiene- und Gesundheitsberatung gesorgt wird. Nur so kann es langfristig gelingen, eine Übertragung von Krankheiten über Wasser und schlechte Hygieneverhältnisse zu verhindern. Die Welthungerhilfe in Uganda kann hier auf Erfahrungen aus Vorläuferprojekten und bereits erarbeitete Konzepte und Schulungsmaterialien zurückgreifen.

Kooperation und Koordination

Das Projekt wird den so genannten „WASH-Cluster“ (UN Koordinierungsgruppe für Wasser und Sanitärwesen. Mitglieder sind: in der Region tätige Hilfsorganisationen und zuständige lokale Behörden) nutzen, um zusammen mit anderen Akteuren in der Region eine Duplizierung von Maßnahmen zu verhindern und Informationen über „best practices“ auszutauschen. Ziel ist es, die Mittel bestmöglich einzusetzen. Eine Kontrolle der Wasserqualität wird zudem in Zusammenarbeit mit anderen im Projektgebiet tätigen Hilfsorganisationen umgesetzt.

Helft mit, das Leben notleidender Menschen in Uganda zu verbessern – SPENDET JETZT! So wertvoll ist EURE Hilfe:

ZAHLEN-DATEN-FAKTEN:

Gesamtkosten: 100.000 Euro

Begünstigte: Pro Wasserstelle profitieren im Projektgebiet in Oyam ca. 150 Haushalte.
So ergibt sich folgende Zielgruppengröße : Minimum ca. 5000 Haushalte (38 Wasserstellen x 150 Haushalte)

Da die Haushaltsgröße im statistischen Mittel mit 5 Personen berechnet wird, sind also 25.000 Menschen Begünstigte unseres Projektes!

Das bedeutet: Mit nur 4 Euro können wir einem Menschen in Uganda dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen – let's do it now!!!

Klick HIER für weitere Länderinformationen zu Uganda.

Christian Wiebe
Viva con Agua

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