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Searching for clean water
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Noch nicht intakte Quelle
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Aktuelles Projekt: Bau von Quelleinfassungen im Mwogo-Tal
 


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Projektreisefilm Ruanda + Burundi 2010
Viva con Aguas zweites Projekt in Ruanda, auf das wir uns sehr freuen!

Das Mwogo-Tal liegt in der Südprovinz von Ruanda, ca. 145 km südwestlich der Hauptstadt Kigali. Das Tal ist nahezu unbesiedelt, auf den umliegenden Hügeln der Region wohnen aber rund 50.000 Menschen, davon knapp 50% Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Im Projektgebiet ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung ein elementares Ziel, denn die ortsansässige Bevölkerung leidet unter einer hohen Zahl an schweren wasserbedingten Erkrankungen.

“Quelleinfassung“ ist die unter den bestehenden Bedingungen vor Ort technisch einfachste und kostengünstigste Variante der Wasserversorgung. Ziel ist, 32 von insgesamt 46 Quellen der Projektregion so zu befestigen, dass sauberes Trinkwasser ganzjährig entnommen werden kann.

Mit dem Bau bzw. der Reparatur der 32 bislang ungeschützten Quellen kann mindestens 25.000 direkt im Einzugsgebiet lebenden Menschen dauerhaft eine sichere und gesundheitlich einwandfreie Wasserversorgung garantiert werden.

Die für die Realisierung dieses Projekts erforderlichen Finanzmittel belaufen sich auf insgesamt 50.000 Euro, das bedeutet eine Investition von nur 2,00 Euro pro Person!

Aktuelle Situation der Wasserversorgung

Eine Prüfung unseres Partners Welthungerhilfe hat ergeben, dass nur 3 der 46 Quellen in funktionsfähigem Zustand sind und von der Bevölkerung des jeweiligen Einzugsgebiets für die Versorgung mit sicherem Trinkwasser genutzt werden. Hier werden nur einige geringfügige Oberflächenrenovierungen benötigt.

26 früher entwickelte Quellen wurden während der Auseinandersetzungen des Genozid und des Bürgerkriegs 1994 zerstört und erfüllen ihre Funktion nicht mehr. Sie sind im gegenwärtigen Zustand eher eine Gesundheitsgefahr, als dass sie der Verbesserung des Gesundheitsstatus der Bevölkerung dienen würden. Abgesehen davon ist durch die Vandalisierung der hinter der Einfassung liegende Filter blockiert worden, so dass es nur geringen oder überhaupt keinen Wasserfluss gibt. In der überwiegenden Mehrzahl dieser Quellen ist es erforderlich, die früheren Installationen zu entfernen und neu aufzubauen.

Die restlichen 17 Quellen des Gebiets befinden sich noch im natürlichen Zustand, sind also nicht vor Umwelteinflüssen geschützt. Mangels anderer Wasserstellen werden sie von der lokalen Bevölkerung genutzt, was aber extrem riskant ist, da sie vor Verschmutzung nicht geschützt sind. Ihre bakterielle Verseuchung ist entsprechend hoch. In diesen Fällen ist ein Neubau der Einfassungen und Installationen zur Wassergewinnung erforderlich.

Probleme

Im Projektgebiet ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung ein vorrangiges Ziel, denn die ortsansässige Bevölkerung leidet unter einer hohen Zahl an wasserbedingten Erkrankungen, die häufig auch tödlich enden. Erschwert wird die Situation dadurch, dass es im gesamten Distrikt bislang keinen voll funktionsfähigen Gesundheitsdienst gibt.
Die Lage des Gesundheitswesens in Ruanda ist weiterhin prekär: Ein regionales Gesundheitszentrum hat einen Einzugsbereich von 10.000, manchmal sogar 20.000 Menschen. Auf einen Arzt kommen knapp 25.000 Einwohner.

Ein weiteres Problem entsteht durch die vorherrschende Lebensform der Streusiedlungen und die hügelige Geländestruktur. Die Verlegung von Wasserleitungen sind technisch extrem aufwendig und damit finanziell nicht realisierbar.

Streusiedlungen haben den Vorteil, dass die Menschen nah an ihren Feldern leben und den meist sehr kleinen Viehbestand besser überwachen und schützen können. Diese Siedlungsform hat aber auch große Nachteile. Sie führt zu einer starken Zersiedelung der Landschaft und erschwert damit die Schaffung einer Infrastruktur.

 
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Großes Hallo in Mwogo
Lösungen

Die Einfachtechnologie der Quelleinfassungen hat neben den günstigen Kosten für die Erschließung sicheren Trinkwassers weitere Vorteile:

Der Betrieb der Anlagen bedarf keiner Energiezufuhr. Damit entfallen alle laufenden Kosten, die bei Förderung von Wasser aus Brunnen und - mehr noch - beim Betrieb von Wasserleitungen auftreten würden. Das heißt: es gibt keine Hindernisse bei der Nutzung vor allem für die ärmeren Teile der Bevölkerung, da keine Gebühren erhoben werden müssen.

Die Nutzung der gesicherten Quellen ist weitestgehend wartungsfrei (ganz im Gegensatz zu Brunnen und Leitungssystemen), vor allem gibt es im Regelfall keinen Reparaturbedarf. Die regelmäßige Säuberung der Entnahmestellen und die Sicherung ihrer ordnungsgemäßen Handhabung kann ohne Schwierigkeiten durch Wasserkomitees der Nutzer bewältigt werden.

Die dezentrale Struktur der Versorgung ist in idealer Weise der dezentralen Siedlungsstruktur angepasst. Die maximale Entfernung zur nächsten Wasserstelle beträgt in keinem Fall mehr als 500 Meter von den Wohnhäusern.

Ihre Lage in der Nähe der Bewässerungsgebiete und nur kurz unterhalb der Terrassen auf den Abhängen bedeutet, dass sie sowohl für den häuslichen Bedarf wie auch während der Feldarbeit in Anspruch genommen werden können.

Bauliche Umsetzung

Mit Ausnahme eines PVC-Rohrs (dient als Filter) und einiger Kilogramm Zement pro Quelle sind alle zu benutzenden Materialien für eine Quelleinfassung lokal verfügbar.

Die bauliche Erstellung kann zum überwiegenden Teil durch Bewohner der umliegenden Siedlungen selbst geleistet werden – sie wird in ein bereits existierendes Programm unter dem „cash-for-work“-Ansatz der Welthungerhilfe integriert. Die Maurerarbeiten mit lokalem Naturstein werden von örtlichen Maurern vorgenommen, die bereits in den letzten Jahren im Rahmen der Arbeiten zur Erstellung von Bewässerungs- und Straßeninfrastruktur in solchen Tätigkeiten ausgebildet worden sind.

Die ortsansässigen Handwerker erhalten zudem die notwendigen Schulungen in Bezug auf Hygiene und Wartungsarbeiten, welche strikten Standards unterliegen.

Ausblick

Damit ist, gemäß des Prinzips "Hilfe zur Selbsthilfe", eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung durch Reduzierung der wasserbedingten Krankheiten gewährleistet.

Viva con Agua nimmt die neue Herausforderung an und freut sich, gemeinsam mit der Welthungerhilfe die Lebensumstände von so vielen Menschen in Ruanda verbessern zu dürfen.

Innerhalb eines Jahres ist die Fertigstellung des Projekts möglich – wir werden regelmäßig über den Fortlauf des Projekts berichten!

Christian Wiebe
Viva con Agua de Sankt Pauli

(Frühjahr 2010)
 
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Eine der wenigen intakten Quelleinfassungen

 


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