goldeimer Komposttoiletten
 

14 Bilder in der Galerie!
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Fly away to Africa
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Helm auf - Pfandbecher drauf!
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Tshukudu deluxe
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Rüde voller Freude
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FC St. Pauli also rules in Africa
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Dorfbewohner
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mit VcA Button geschmückt!
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Rüde auf dem Acker
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Wasserprojekte


Ruandische Reise und burundische Brunnen

24.03.-31.03.2010: Viva con Agua Projektreise gen Ostafrika
 

 
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Frisches sauberes Wasser
Der Aktionsmanager von Viva con Agua, Michael Mathias Friedemann Fritz, hüpft dieser Tage ausnahmsweise nicht auf den Bühnen dieser Welt herum sondern schaut sich unsere Trinkwasserprojekte in Ruanda und Burundi an.

Mit im Schlepptau sind eine Handvoll Freunde wie z.B. der "Head of" der VcA-Zelle Berlin und Rüde, Bassist von Sportfreunde Stiller.

Das passt, da der Festivalveranstalter FKP Scorpio Finanzierungspartner unserer Projekte in Burundi ist, also durch gute Musik und eine Unmenge Pfandbecher schon für eine ganze Menge sauberes Trinkwasser an Grundschulen in dem ostafrikanischen Land gesorgt werden konnte.

Jetzt warten wir noch auf die brandaktuellen Reiseberichte live and direct from Africa.
Maschine, bitte melden!

Christian Wiebe
Viva con Agua

REISEBLOG, Teil I

Ruandische Reise und burundische Brunnen Die Maschine meldet sich zum ersten Mal!!!

Passenderweise ist die kleine, sehr feine Viva con Agua Delegation am Weltwassertag 2010 aufgebrochen nach Afrika. Mit an Bord sind Tobias Eisenhut, Kinderarzt aus Muenchen, Maschine Marcel Siewert, unser VcA Mann in Berlin, Marco Weber ebenfalls aus Berlin und einer der drei offiziellen Erfinder des “Wollt ihr mal 'ne Bayernsau abwerfen” Spiels Ruediger Linhof, Bassist von Sportfreunde Stiller.

Unsere Reisetruppe wurde am Flughafen von unserem langjaehrigen Partner der Welthungerhilfe in Empfang genommen und ueber die kommenden Tage also die anstehenden Projektbesuche informiert. Am darauf folgenden Tag hatten wir erstmal die Gelegenheit, die kigalische Luft zu schnuppern und uns mit der sehr harten und interessanten Geschichte des Landes auseinander zu setzen. Der Genozid ist kaum 15 Jahre her und hat das Land vor eine grosse Aufgabe gestellt. Um uns einen besseren Ueberblick uebr die Vergangenheit Ruandas zu machen haben wir das Memorial vom Genozid in Kigali besucht. Diese Gedenkstaette ist erstens sehr gut konzipiert und gibt einen unglaublich fesselnden aber auch zu tiefst traurig stimmenden Gesamteindruck ueber die Brutalitaet dieses Voelkermordes. Gerade wir Deutschen fuehlen uns an den Nationalsozialismus erinnert und sehen viele Parallelen sowohl in der Geschichte als auch in der stattfindenden Vergangenheitsbewaeltigung.

Nach diesem sehr interessanten, aber doch harten Vormittagsprogramm sind wir erst mal mit unseren aus der letzten Ruandareise noch befreundeten Guides Totti und Evra Fussball spielen gegangen und haben auch dort Entwicklungshilfe in Sachen Taktik und Technik an den Tag gelegt.

Viva con Ague African Perspective Team hat auf auf auf jeden Fall mit 5:2 gewonnen.

Am dritten Tag ging es dann endlich los und wir machten uns auf Richtung Grenze Burundi. Dort haben wir uns das schon finanzierte Projekt aus den WASSERTAGEN 2009 angesehen.

An dem Tag unserer Besichtigung sind die Tanks angeliefert worden und jetzt muessen nur noch die Tanks in die schon fertig gestellten Fundamente eingesetzt werden und die Regenrinnen mit den Tanks verbunden werden. Ende April werden die Regenwasserauffangtanks komplett fertig gestellt sein. Es laeuft also bald das Wasser aus den WASSERTAGEN.

Die Menschen haben uns sehr freundlich aufgenommen und waren sehr dankbar, da Wasser die Grundlage von allem ist und es einfach nicht selbstverstaendlich in Burundi ist. Kein Haus hat einen eigenen Wasseranschluss und die naechste Quelle ist ein nahegelegener See, der allerdings kein frisches und sauberes Trinkwasser enthaelt, sondern eben Seewasser. Darum ist es insbesondere fuer die Schueler, wobei die umliegende Bevoelkerung unsere Regenwasserauffangbecken selbstverstaendlich mitbenutzen darf, eine grosse Erleichterung Zugang zu Wasser zu genießen, dass keine Krankheiten mit sich bringt!

Wieder eine unglaubliche Erfahrung war die Macht des Fussballs zu sehen: Nicht faehig, mit den Menschen in ihrer Sprache zu kommunizieren und dank meines rudimentaeren Franzoesisch und deren rudimentaeren Englisch brauchten wir die universelle Sprache, das Esperanto Fussball, um in wirklichen Kontakt mit den Schuelern und Dorfbewohnern zu kommen. So hat sich schnell ein wilder Kick auf dem Schulhof entwickelt: 5 Musungos (Weiße) gegen 150 burundische Kids.

Am naechsten Tag haben wir uns weitere Schulen mit den Viva con Agua Regenauffangtanks angeschaut. Fuer diese Schulen gebuehrt unser Dank den ueber 50.000 Becherspendern auf folgenden Festivals:

Hurricane, Southside, Highfield, Mera Luna, Area4, Chiemsee Reggae Festival, Plage Noire und dem Rolling Stones Weekender. Allein mit diesen Festivals und der gesamten Kooperation (Pfand-Becherjagd, Gaestelisteneuro-Spende u.s.w) hat Viva con Agua und FKP Scorpio drei Schulen mit sauberem Trinkwasser versorgt! Dafuer noch mal ein grosses Dankeschon an die ganzen ehrenamtlichen Becherjaeger auf den Festivals, den Spendern und natuerlich den Festivals!!!

Doch VcA schaut nicht nur in die Vergangenheit und in das bisher geleistete, sondern wir haben uns auch einige neue Projekte angeschaut und zusammen mit der Welthungerhilfe besprochen, wo wir noch gemeinsam aktiv sein wollen, wo die Situation am schlimmsten ist und wo wir folglich schnell aktiv werden wollen. Und so wird auch dieses Jahr wieder auf den Festivals Becher gesammelt fuer Burundi – also fliegt Becher fliegt Becher!

Es ist auf jeden Fall sehr erstaunlich, wie muede und ausgelaugt, aber gluecklich wir jeden Abend alle ins Bett fallen auf Grund des massiven Inputs und der vielen unglaublichen Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Wir freuen uns sehr auf die naechsten zwei Projekttage im Base-Kiryango- Tal, welches wir im Jahre 2008 finanziert haben und auf unser neues Trinkwasserprojekt in Ruanda.

Wir melden uns in drei Tagen wieder und damit ihr nicht nur meinen Eindruck bekommt hier ein paar kurze Statements meiner Mitreisenden:

Tobias Eisenhut: “Wahnsinnsrunde mit sympathischen alten Hasen und ihren Informationen und der unglaublichen Motivation, uns in kurzer Zeit alles zu zeigen und zu erklaeren.”

Marco Weber: “Ich bin wie wahrscheinlich alle voellig ueberwaeltigt davon, mit welcher Freude und Offenheit uns die Menschen in den Projektgebieten aufgenommen haben. Das gibt mir eine unglaublich, nicht zu stillende Motivation fuer zukuenftige Viva con Agua Projekte in Berlin.”

Marcel Siewert aka Maschine: “Ich bin unglaublich beeindruckt von den Menschen, die trotz ihrer materiellen und teilweise essentiellen Armut uns mit einer wunderschoenen Neugierde, Offenheit und Sympathie empfangen! In den Augen findet man keine Resignation, sondern Hoffnung. Es macht mich sehr stolz im Namen von Viva con Agua hier sein zu duerfen und zu sehen, was VcA in Berlin schon alles dazu beigesteuert hat. Gruesse an die Leute in Berlin und Kiel – je t'aime!

Schlusswort Michael Fritz:

Ich moechte mich auf jeden Fall an dieser Stelle noch bei unserem langjaehrigen Partner, der Welthungerhilfe, ganz herzlich bedanken fuer die sehr wertvolle Arbeit und die absolut transparente, zielgerichtete und nachhaltige Umsetzung der Viva con Agua Trinkwasserprojekte, sowie bei allen Spendern, Unterstuetzern, Freunden, Familien und Freaks fuer das gemeinsame Engagement und das fliessende WASSER!

Last but not least: Danke an de FC St. Pauli für die Fußbälle!

In diesem Sinne aus Afrika: Zicke, zacke, zicke, zacke, Bless, Bless, Burundi!

REISEBLOG, TEIL II

Burundi besucht und Ruanda rockt!

Nach unserer sehr schoenen und interessanten Zeit in Burundi haben wir uns zusammen mit Musungo-Fred (so wird er von den Einheimischen genannt Bedeutung: Weisser Fred) ins Base-Kiryango Tal aufgemacht! Fred Goericke, dem Zustaendigen bei der Welthungerhilfe fuer Ruanda, der 1969 zum ersten Mal in Ruanda war und seit 2004 wieder in Ruanda lebt, koordiniert und fuehrt die Projekte der Welthungerhilfe in ganz Ruanda durch!

Im Jahre 2008 hat Viva con Agua die Trinkwasserversorgung in Form von 35 Quelleinfassungen fuer das Base-Kiryango Tal finanziert. In diesem wunderschoenen Tal realisiert die Welthungerhilfe ein integratives Projekt das bedeutet, dass versucht wird alle gesellschaftlichen Schichten (Manner, Frauen, Kinder, Bauern, Arbeiter, usw.) zu integrieren und damit einen ganzheitlichen Ansatz zu fahren. Viva con Agua hat dabei den so wichtigen Teil der Trinkwasserversorgung uebernommen. In dem ganzen Base-Kiryango Tal leben ungefaehr 25.000 Menschen, die dank Viva con Agua und der Welthungerhilfe jetzt einen freien Zugang zu sauberem Trinkwasser geniessen duerfen. Die 35 Quelleinfassungen, die wir alle gemeinsam durch verschiedenste Aktionen gesammelt und gespendet haben, sind in dem ganzen Base-Kiryango-Tal verteilt, sodass die Menschen keine endlosen Wege zu den Wasseerquellen gehen muessen! Wir haben uns von der Funktionsfaehigkeit, sowie der Qualitaet des Trinkwassers aus den befestigten Quelleinfassungen selbst ueberzeugen koennen!

Die Welthungerhilfe hat im Base-Kiryango-Tal darueber hinaus noch vieles geschaffen. So wurde ein Deich errichtet, der die gesamte und so wichtige Bewaesserung fuer den Anbau der Felder ermoeglicht. Die Felder sind komplett auf die Bewohner des Tals aufgeteilt und jeder Haushalt bewirtschaftet eine Parzelle! Schulen mit Regenauffangbecken wurden errichtet, der Aufbau einer Fabrik zur Herstellung von Oelen, und vieles mehr noch. Dies geht so weit, dass die in Afrika uebliche Landflucht dort nicht exisitiert, sondern das Gegenteil sogar stattfindet: Die Menschen ziehen aus den Staedten zurueck ins Base-Kiryango Tal, da sich dort die Lebensqualitaet so stark verbessert hat! Dies ist eine fuer mich sehr bemerkenswerte Entwicklung und verdient hoechsten Respekt fuer die Arbeit der Welthungerhilfe!

Es ist auch unglaublich zu erleben, wie platt wir jeden Abend immer wieder aufs neue ins Bett fallen und komatoese Schlafzustaende ohne Alkohol oder dergleichen erleben! Dieser massive Input, die wunderschoenen Begegnungen mit den Menschen hier vor Ort, die quasi komplett durchdrehen, wenn Sie uns sehen, da viele Kinder – gerade in laendlichen Gegenden – noch nie oder sehr selten weisse Menschen gesehen haben. Die Freude und Neugierde mit der die Menschen uns jedes Mal wieder aufs Neue begegnen ist unbeschreiblich.

Genau so unbeschreiblich war unser Besuch in einer Schule in Ruanda (freut Euch auf die Videoaufnahmen) in der ueber 1100 Schueler sind. Die komplette Schule und ich meine die komplette Schule ist ausgerastet und als dann Ruede noch den Fussball in bester Footballer Manier mit einem Kick-Off in die Luft gepruegelt hat ist ein 30 minuetiges Fussballspiel alle gegen alle auf dem Schulhof entstanden, dass sicherlich seines gleichen sucht. Die Kraft, die der Fussball besitzt in Sekunden jegliche Grenzen in Bezug auf Kommunikation, Kultur und Herkuft zu ueberwinden ist einzigartig und immer wieder ein Traum es erleben zu duerfen! Freut Euch auf die Bilder!

Die Arbeit und das Projekt im Base – Kiryango Teil hat einen absoluten Best Practice bzw. Vorbildcharakter und so wurde die Welthungerhilfe danach mit Anfragen ueberschuettet dies auch in anderen Regionen so umzusetzen. Das naechste Tal mit dem vor 2 Jahren begonnen wurde ist gleich das naechste Tal (konzentrischer Ansatz) das sogenannte Mwogo Tal, indem an die 60.000 Menschen leben.

Dieses Tal ist deutlich groesser als das Base-Kiryango Tal und hat daher einen hoeheren Bedarf an Quelleinfassungen. So werden 21 schon bestehende Quelleinfassungen (nicht von der Welthungerhilfe erbaut) rehabilitiert und 58 komplett neue Quelleinfassungen benoetigt, um allen Menschen im Mwogo Tal einen freien Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermoeglichen! Dafuer benoetigen wir Eure Hilfe! Wir haben uns von der Sinnhaftigkeit und Qualitaet der Projekte vor Ort ueberzeugen koennen und wuerden uns sehr freuen, wenn Ihre Eure Becher auf den Festivals, Eure Motivation, Eure Energie und Leidenschaft, Eure Begabungen und Euer Potenzial bei Viva con Agua mit einbringen wuerdet, um den Menschen im Mwogo Tal frisches WASSER zu schenken!

Ruanda rulez!!

P.S. Dies muss auch mal gesagt warden:
Fred Goericke ist fuer mich so wie eine Legende.
Ein Mann, der sein Leben in den Dienst der Menschheit gestellt hat, der ueber 40 Jahre den Menschen auf dem afrikanischen Kontinent versucht und es auch oft geschafft hat, zu helfen, ihre Rahmenbedingungen zu verbessern und Ihnen Mittel und Methoden an die Hand gibt dies auch langfristig zu tun! Nicht um sonst ist Fred Goericke (wie wir auch;-) Traeger des Bundesverdienstkreuzes! Ich moechte mich hiermit im Namen von Viva con Agua ganz herzlich bei Fred Goericke fuer seine Arbeit und insbesondere die hervorragende Umsetzung der Trinkwasserprojekte von Viva con Agua bedanken!

 

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